Alles ist Kommunikation

oder um Paul Wazlawick zu zitieren: "Man kann nicht nicht kommunizieren."

Ob etwas und was weitergegeben wird, ist eine Frage, die der Absender klärt - mit dem Bauch, mit dem Herzen oder ganz rational.

 

Und ebenso rational oder emotional enscheidet der Empfänger, ob er sich mit dieser Information befasst. Ob sie nützt. Ob sie freut. Ob sie ihn betrifft.

Defintion Medien, aufgenommen in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe

Defintion Medien | Aufgenommen in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe

Kommuniziert wird analog und digital, direkt - aber immer unter Verwendung von Medien. Wie der jeweilige Absender stimmig in Bezug auf die ausgewählten Dialoggruppe(n) diese mit den relevanten Inhalten erreicht, ist ein Anliegen der konzeptionellen Öffentlichkeitsarbeit.

Das Ziel ist dabei die Schaffung oder Bewirtschaftung von Sozialkapital.

Dies stellt sich in Form von Vertrauen, Anteilnahme, veränderten oder bestärkten Haltungen bzw. Ansichten oder Handlungen dar.

Konzeptionelles Arbeiten verhindert den Sprung von der Idee zur Massnahme und entschleunigt in konstruktiver Weise.


Hierbei finden vier kommunikative Dimensionen Anwendung und werden im Rahmen des Konzepts geklärt:

1. Absender

Kinder mit Dosentelefon

Kommt an, was ankommen soll?

  • Wie stellt sich das Selbstbild dar?

  • Wie ist das Fremdbild?

  • Um welche spezifischen Inhalte geht es?

  • Was sind die Unterscheidungsmerkmale?
 

2. Empfänger

Kind mit Dosentelefon am Ohr

Warum gerade dieses Kommunikat hören?

Ein Angebot kann nie stimmig alle und jeden erreichen.

Deshalb ist zu klären, an wen sich der Absender wenden möchte:

  • Wer sind die klar umrissenen Zielgruppe(n)?

  • Was kennzeichnet sie?

  • Was mögen diese Menschen, was schreckt sie ab?

  • Welchen Nutzen haben sie von dem Angebot,
    dass ihnen gemacht wird?
 

3. Ressourcen

Holzstapel

Ressourcen sind vielfältig. Neben Klassikern wie Zeit und Geld gehören Mitarbeitende und deren Wissen und Kompetenzen dazu.

Welche Ressourcen stehen zur Verfügung an Zeit / Personen / Finanzen / ...
um das angestrebte Ziel zu erreichen?

  • Wie lautet das konkrete, realisierbare Ziel?
    Und wie die Vision, das Anliegen, der Wunsch, der in dieses konkrete, messbare Ziel überführt wird? Vielleicht ist es ein Zwischenziel ...

  • Wer wirkt mit - wer bremst (und warum?)

  • wo sind Hemmschwellen, was fördert
 

4. Maßnahmen & Instrumente

Mindmap mit Aufzählung vieler Instrumente und Maßnahmen

Aus der Möglichkeitenpalette das Richtige auswählen entsprechend dem Anliegen.

Anliegen und Ziel ist es, stimmige, angemessene und kreative Maßnahmen zu entwerfen die überzeugen.

Diese müssen für Empfänger und Absender gleichermaßen stimmig sein. Sowohl Maßnahmen an sich als auch deren Umsetzung und Gestaltung in Form, Aussehen, Haptik, Gestaltung, Text ... Hierbei ist es egal, ob es sich um Flyer, Webpräsenz, Plakat, Event, Social Media ... handelt.

Zu berücksichtigen ist, dass jedes Instrument seine Stärken und Schwächen in Bezug auf die gewählten Dialoggruppen hat und entsprechend eingesetzt werden muss.

In der Regel findet ein crossmedialer, mehrere Kommunikationsinstrumente nutzender Ansatz zur Anwendung, der Chancen und Risiken berücksichtigt.

Mit in diesen Ansatz fließt medienpädagogisches Wissen um Nutzungsgewohnheiten, ethische und rechtliche Themen mit ein.

Eine Schulung in der Anwendung ist möglich, um Instrumente zur Anwendung zu bringen und zu pflegen.